Home » Forsttechnik

15.09.2026 | Forsttechnik

pewag bluetrack: Die richtige Traktion für jeden Forsteinsatz

In unwegsamem Gelände entscheiden Traktion, Stabilität und Bodenschutz darüber, ob ein Arbeitstag reibungslos verläuft. pewag Forstbänder sorgen auf unterschiedlichsten Untergründen für zuverlässigen Grip und halten die Bodenbeanspruchung so gering wie möglich. Mit der pewag bluetrack Familie lässt sich diese Leistung optimal auf Maschine, Reifen und Einsatzbedingungen abstimmen. 

Forwarder mit Holzladung und blauen pewag Forstbändern im Wald.

Die Produktreihe umfasst drei Linien: bluetrack essential als kosteneffiziente Einstiegslösung, bluetrack als vielseitiges Universalband und bluetrack+ als Premium-Lösung für maximale Lebensdauer und hohen Fahrkomfort. Dieser Überblick zeigt die wichtigsten Unterschiede und unterstützt Sie bei der Auswahl der passenden Variante.

3 Linien, 1 Familie

Vom wirtschaftlichen Einstieg bis zur Premium-Leistung: Die konfigurierbare bluetrack Plattform deckt leichtere Anwendungen ebenso ab wie anspruchsvolle Einsätze mit Forwardern. 

Mitarbeiter schweißt Forstband-Komponenten in der Produktion von pewag.

Die bluetrack Forstband-Produktreihe im Überblick

Allen drei Linien liegt das bewährte bluetrack Konzept mit zwei versetzt angeordneten starwave®-Stummeln pro Querträger zugrunde. Gliederabstand, Stummelgröße und Querträgerabstand sind je nach Einsatzschwerpunkt unterschiedlich ausgelegt. Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede zusammen. 

bluetrack essential bluetrack bluetrack+
Positionierung  Wirtschaftlicher Einstieg  Universelle Allround-Lösung  Premium-Leistung 
Gliederabstand  Lang Mittel  Kurz (mehr Querträger) 
starwave®-Stummel  Klein  Mittel  Mittel 
Besonders geeignet für  Leichtere Einsätze, kleinere Maschinen, Gebrauchtmaschinen, Harvester  Nahezu alle Reifen & Maschinen und Einsatzbedingungen  Forwarder, schwere Maschinen, anspruchsvolle Einsätze 
Stärken  Selbstreinigung, geringes Gewicht  Vielseitigkeit, lange Lebensdauer, guter Reifenschutz  Fahrkomfort, maximale Lebensdauer, Stabilität, sehr guter Reifenschutz 
Zusätzlich erhältlich als  Mono / Mono-Skidder Mono-Skidder 
Optionale Konfiguration  Tight-Tight Querträgerenden, große Stummel (LW large wave), ST-Version (verstärkte Querträger) bei perfect und duro  Tight-Tight Querträgerenden, große Stummel (LW large wave), ST-Version (verstärkte Querträger) bei perfect und duro 

pewag bluetrack essential – Ihr Einstieg in die bewährte pewag Qualität

bluetrack essential ist der wirtschaftliche Einstieg in die bewährte pewag Forstband-Qualität. Die Linie ist eine attraktive Lösung für leichtere Anwendungen und eine preisbewusste Alternative, ohne Abstriche bei der Langlebigkeit, für die pewag steht. 

  • pewag Qualität zu einem günstigen Preis 
  • Langer Gliederabstand für verbesserte Selbstreinigungseigenschaften und geringeres Gewicht 
  • Kleine starwave®-Stummel für zuverlässige Traktion und verbesserte Verschleißfestigkeit 
  • Zusätzlich erhältlich als pewag Mono und Mono-Skidder 
pewag bluetrack essential Forstband

pewag bluetrack – Das Universalband

bluetrack ist der Verkaufsschlager unter den pewag Forstbändern. Auf Basis eines bewährten Konzepts mit großer Konfigurationsvielfalt ist es für nahezu alle Reifen, Maschinen und Einsatzbedingungen ausgelegt – die vielseitige Allround-Lösung für die tägliche Arbeit in der Forstwirtschaft. 

  • Das Universalband für nahezu alle Reifen, Maschinen und Einsatzbedingungen 
  • Mittlerer Gliederabstand für höhere Verschleißfestigkeit und guten Reifenschutz 
  • Mittlere starwave®-Stummel für mehr Traktion und verbesserte Verschleißfestigkeit 
  • Die Einsatzhärtung des Gliedsystems erhöht die Oberflächenhärte und verbessert dadurch die Langlebigkeit des Gliedsystems 
  • Optionale Konfiguration: Tight-Tight Querträgerenden für minimalen Freiraum und große starwave®-Stummel für maximale Traktion und längere Lebensdauer. Für perfect und duro sind optional verstärkte Querträger als ST-Version (strong) für besonders schwere Maschinen erhältlich. 
  • Zusätzlich als Mono-Skidder sowie bei größeren Mono-Skidder-Reifengrößen auch als ST-Version erhältlich. 

pewag bluetrack+ – Premium-Leistung und außergewöhnlicher Fahrkomfort

bluetrack+ baut auf der bewährten bluetrack Qualität auf und bietet noch höhere Laufruhe, verbesserten Reifenschutz und die längste Lebensdauer innerhalb der Produktreihe. Besonders geeignet ist die Linie für anspruchsvolle Einsätze – vor allem mit Forwardern –, bei denen Fahrkomfort und Langlebigkeit im Vordergrund stehen.

  • Speziell für den Einsatz mit Forwardern konzipiert, die lange Fahrtstrecken absolvieren 
  • Kurzer Gliederabstand mit mehr Querträgern pro Band für hervorragenden Reifenschutz und noch höhere Verschleißfestigkeit 
  • Mittlere starwave®-Stummel für mehr Traktion und verbesserte Verschleißfestigkeit 
  • Außergewöhnlicher Fahrkomfort („Laufruhe“) und maximale Lebensdauer 
  • Zusätzliche Stabilität durch die Absenkung des Maschinenschwerpunkts 
  • Optionale Konfiguration: Tight-Tight Querträgerenden für minimalen Freiraum und große starwave®-Stummel für maximale Traktion und längere Lebensdauer. Für perfect und duro sind optional verstärkte Querträger als ST-Version (strong) für besonders schwere Maschinen erhältlich. 

So wählen Sie die richtige bluetrack Linie

Als Faustregel gilt: Wählen Sie bluetrack essential, wenn Budget und leichtere Einsätze im Vordergrund stehen – besonders bei Gebrauchtmaschinen und Nachrüstungen beziehungsweise auch für Harvester-Anwendungen. bluetrack ist die passende Wahl, wenn Sie ein zuverlässiges Forstband für nahezu alle Reifen, Maschinen und Einsatzbedingungen benötigen. bluetrack+ eignet sich, wenn Reifenschutz, Fahrkomfort und Lebensdauer beziehungsweise die Gesamtbetriebskosten (Total Cost of Ownership) im Vordergrund stehen – insbesondere bei Forwardern. 

Sowohl bluetrack als auch bluetrack+ können mit Tight-Tight Querträgerenden und großen starwave®-Stummeln konfiguriert werden, wenn besonders hohe Traktion und Langlebigkeit gefragt sind. 

Sie sind nicht sicher, welche Ausführung zu Ihrer Maschine und Reifengröße passt? Die pewag Forstexpert:innen beraten Sie bei der Auswahl der richtigen Spezifikation für Ihre Einsatzbedingungen. 

Kontaktieren Sie das pewag Expert:innenteam für Forsttechnik, um Ihre Anforderungen an Forstbänder zu besprechen. 

Forstbänder – häufig gestellte Fragen

Mehr entdecken

pewag auf der Interforst 2026

Home » Forsttechnik

15.09.2026 | Forsttechnik

pewag auf der Interforst 2026

pewag bluetrack essential forestry tracks

Von 15. bis 18. Oktober 2026 trifft sich die internationale Forstbranche auf der Interforst in München, um innovative Maschinen, Geräte und Lösungen für die moderne Forstwirtschaft zu präsentieren.

Auch pewag ist in diesem Jahr wieder vertreten und zeigt seine neuesten Lösungen für Traktion, Holzernte und Produktivität im Forsteinsatz. Ob Forstketten und Forstbänder für verbesserten Grip oder Sägeschwerter und Harvesterketten für die ganzjährige Holzernte – pewag bietet die passende Lösung für unterschiedlichste Anforderungen.

Erstmals werden auf der Interforst die neuen pewag fx Harvesterketten vorgestellt. Die Hochleistungs-Sägeketten wurden speziell für professionelle Holzernteanwendungen entwickelt und sind optimal auf die pewag flex Sägeschwerter abgestimmt. Gemeinsam bieten sie eine optimal aufeinander abgestimmte Lösung für eine effiziente, wirtschaftliche und zuverlässige Holzernte.

Die fx Harvesterketten überzeugen durch ihre hohe Schnittleistung, lange Lebensdauer sowie ihre zuverlässige Performance im täglichen Einsatz. Ein speziell entwickeltes Schneidedesign sorgt für einen effizienten Schnittvorgang und ermöglicht produktives Arbeiten auch unter anspruchsvollen Bedingungen. Dank der verlängerten Schneidenlänge können zudem mehr Schleifzyklen durchgeführt werden, was die Nutzungsdauer der Kette erhöht.

pewag FX chains and saw bars

Besucher der Interforst haben die Möglichkeit, die neuen fx Harvesterketten erstmals vor Ort kennenzulernen und sich über die Vorteile des perfekt abgestimmten Zusammenspiels von pewag flex Sägeschwertern und fx Harvesterketten zu informieren.

Neben dem flex Produktportfolio stehen auf der Interforst insbesondere die Produkte der essential-Linien im Bereich Forstketten und Forstbänder im Fokus. Als wirtschaftlicher Einstieg in die bewährte pewag Qualität bieten sie preisbewussten Anwendern eine zuverlässige und leistungsstarke Lösung für den täglichen Forsteinsatz. Ob auf Lehm, Schlamm oder Eis – die Traktionslösungen von pewag sorgen für den notwendigen Grip, um auch unter anspruchsvollen Bedingungen ein sicheres und effizientes Arbeiten zu ermöglichen.

Besuchen Sie uns auf dem Stand FM/809/8 und entdecken Sie unsere neuesten Produkte und Innovationen live vor Ort. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Discover More

Home » Forsttechnik

15.09.2026 | Forsttechnik

pewag forstgrip essential und essential pro: Zuverlässige Traktion für den täglichen Forsteinsatz

Reifenschäden zählen zu den häufigsten Ursachen für ungeplante Stillstandzeiten in der Forstwirtschaft. Gerade auf steinigen, felsigen oder stark beanspruchten Böden können hochwertige Forstketten den Reifen wirksam schützen, Schäden deutlich reduzieren und kostspielige Ausfälle oft sogar vermeiden. Ob eine verrutschte Kette, eine beschädigte Reifenflanke oder eine Maschine, die aufgrund mangelnder Traktion im Lehm oder Schlamm stecken bleibt – jeder ungeplante Stillstand kostet Zeit und Geld. Zuverlässige Forstketten sorgen für optimalen Grip, schützen den Reifen und tragen entscheidend dazu bei, die Produktivität im täglichen Forsteinsatz aufrechtzuerhalten. 

pewag beschäftigt sich seit mehr als einem Jahrhundert mit genau diesen Herausforderungen im Forsteinsatz. Mit der forstgrip essential und der neuen forstgrip essential pro bringt pewag seine langjährige Expertise im Bereich Forstketten auf den Punkt. Beide Modelle sorgen für zuverlässige Traktion, hervorragende Selbstreinigungseigenschaften und wirksamen Reifenschutz – selbst unter härtesten Einsatzbedingungen und zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.  

Forstmaschine mit pewag forstgrip essential in 18mm

Stärke und Innovation: gefertigt in Europa

Jede forstgrip-Kette wird in Österreich gefertigt. Für maximale Langlebigkeit entwickelt, kombinieren die Forstketten von pewag hochwertigen legierten Stahl mit einem Einsatzhärteverfahren. Diese Kombination sorgt für eine hohe Verschleißfestigkeit, ohne Zähigkeit und Zuverlässigkeit zu beeinträchtigen. 

Durch die geringe Längung sitzt die Kette besser am Reifen und muss seltener nachgespannt werden. Das Ergebnis ist eine langlebige Kette, die den Reifenverschleiß deutlich reduziert und dadurch die Kosten für Reparaturen sowie die Anschaffung neuer Reifen senkt. Sie zeichnet sich durch eine einfache Montage aus und dank der Schäkel und des mitgelieferten Verlängerungssets lässt sich die Kette schnell und unkompliziert anpassen. Seitenketten mit Schäkeln machen zusätzliche Spannvorrichtungen überflüssig und ermöglichen die richtige Kettenspannung, eine einfache Einstellung und durch den optimalen Sitz eine längere Reifenlebensdauer. 

Auf dieser gemeinsamen Grundlage sind forstgrip essential und essential pro für unterschiedliche Einsatzbedingungen ausgelegt. 

Mitarbeiter bearbeitet blaue Forstketten aus Stahl mit einem Winkelschleifer; Funken sprühen während der Fertigung.

pewag forstgrip essential: der zuverlässige Allrounder

pewag forstgrip essential ist der praktische Begleiter für mittlere bis schwerste Forstmaschinen unter anspruchsvollen Einsatzbedingungen – etwa auf Lehm, Schlamm und Eis statt auf gut ausgebauten Forststraßen. 

Die Vorteile im Überblick:

  • Verbesserte Traktion auf weichem Untergrund dank Stacheln im pewag starwave®-Profil 
  • Optimaler Halt und hohe Stabilität selbst mit schweren Forstmaschinen auf schwierigem Terrain 
  • Unterbrechungsfreies Arbeiten durch zuverlässige Selbstreinigung des offenen, weitmaschigen Laufnetzes, speziell bei Schlamm und Lehm 
  • Längere Lebensdauer durch den pewag Spezialstahl TitanGrip® und Einsatzhärtung  
forstgrip essential Kette von pewag

Die Kette ist in zwei Gliedstärken erhältlich und lässt sich damit passend zu Maschine und Einsatz auswählen. Die 16-mm-Ausführung ist der praktische Begleiter für verlässliche Traktion bei mittleren bis schweren Forstmaschinen, während die 18-mm-Ausführung als kompromissloser Traktionspartner für schwerste Einsätze, etwa bei Skiddern, ausgelegt ist. Beide Varianten verfügen über ein 2-Feld-Laufnetz. 

pewag forstgrip essential pro: robust für steiniges und felsiges Gelände

forstgrip essential pro Kette von pewag

Während forstgrip essential für weiche und anspruchsvolle Untergründe ausgelegt ist, wurde forstgrip essential pro für mittlere bis schwere Einsätze entwickelt, bei denen der Untergrund selbst zur Herausforderung wird: Felsen, Steine, Baumstümpfe und raue Oberflächen – zusätzlich zu Lehm, Schlamm und Eis, auf denen bereits die essential zuverlässig arbeitet. 

Der entscheidende Unterschied liegt in den in das Laufnetz integrierten Schmiedeteilen. 

Schmiedeteil einer Forstkette von pewag

 Die Vorteile:

  • Robuste Ausführung durch Schmiedeteile – geeignet auch für äußerst anspruchsvolles, steiniges und felsiges Gelände 
  • Verbesserte Traktion auf weichem Untergrund dank Stacheln im starwave®-Profil 
  • Optimaler Halt und hohe Stabilität selbst mit schweren Forstmaschinen auf anspruchsvollem Terrain 
  • Unterbrechungsfreies Arbeiten durch zuverlässige Selbstreinigung des weitmaschigen Laufnetzes 

pewag forstgrip essential pro ist als 16-mm-Kette mit 2-Feld-Laufnetz erhältlich. Dank der robusten Schmiedeteile bietet die forstgrip essential pro gegenüber der forstgrip essential eine noch höhere Widerstandsfähigkeit und eignet sich besonders für anspruchsvolle Einsätze auf Felsen, Steinen sowie rauen und harten Untergründen.  

Welche der beiden Ketten ist die richtige?

In der Praxis hängt die Entscheidung vor allem davon ab, welche Bodenverhältnisse im Einsatz überwiegend auftreten. Bei Schlamm, Lehm, Eis und allgemein weichen oder nassen Bedingungen bietet forstgrip essential bewährte Traktion und zuverlässige Selbstreinigung ohne zusätzliche Kosten. Sind felsige, steinige oder von Baumstümpfen geprägte Flächen regelmäßig Teil des Einsatzes, bietet forstgrip essential pro durch ihre geschmiedeten Komponenten eine robustere Ausführung und ist für Belastungen ausgelegt, die eine Standardkette schneller verschleißen lassen. 

Beide Ketten basieren auf dem gleichen TitanGrip®-Spezialstahl, dem Einsatzhärteverfahren und dem selbstreinigenden Laufnetzkonzept, das die Forstketten von pewag auszeichnet. So bleiben Langlebigkeit und Reifenschutz bei beiden Varianten erhalten – die Wahl der Kette wird lediglich auf die tatsächlichen Bodenverhältnisse abgestimmt. 

Über essential und essential pro hinaus: das Forsttechnik-Sortiment von pewag

Für Anwendungen, die über den typischen Einsatzbereich von essential und essential pro hinausgehen, bietet das Forstketten-Sortiment von pewag weitere spezialisierte Lösungen. forstgrip und forstgrip pro stehen als High-End-Varianten an der Spitze der Produktpalette.  

Die forstgrip pro kombiniert mehr dieser innovativen Traktionselemente – für Profis, die das absolut Beste in Sachen Sicherheit und Effizienz suchen. Diese Kette bietet sehr hohen Grip, hohe Verschleißfestigkeit und robuste Langlebigkeit für anspruchsvolle Forsteinsätze. Das engmaschigere Laufnetz verbessert den Reifenschutz, ohne die Traktion zu beeinträchtigen. Mit ihren robusten Schmiedeteilen im Laufnetz ist die forstgrip cross eine ideale Allround-Forstkette. Das weitmaschige Design gewährleistet ausgezeichnete Selbstreinigungseigenschaften und zuverlässige Traktion auch bei wechselnden Bodenverhältnissen. forstgrip soft und forstgrip pro soft verwenden dagegen bodenschonende Geometrien ohne Stacheln beziehungsweise mit verkürzten Stacheln, um Waldboden und Forststraßen zu schonen, ohne auf Traktion zu verzichten. forstgrip pro soft bietet aufgrund des engmaschigen Netzes zusätzlich einen hohen Reifenschutz. 

Ergänzend zu den Traktionsketten bietet pewag ein umfassendes Sortiment an Forstbändern – bluetrack essential, bluetrack und bluetrack+ – für Anwender:innen, die insbesondere auf weichen Böden einen hohen Reifenschutz und verbesserte Traktion durch ein Bandsystem benötigen. Hinzu kommen Mono-Skidder-Bänder, die speziell für Skidder-Reifen entwickelt wurden. 

Unabhängig vom Gelände folgt das Forstketten-Sortiment von pewag demselben Grundprinzip: zuverlässige Traktion, wirksamer Reifenschutz und Ausrüstung, die Maschinen im Einsatz hält, statt sie wegen Reparaturen stillstehen zu lassen. Um die passende Forstkette oder das richtige Forstband für eine bestimmte Reifengröße und Anwendung zu finden, sehen Sie sich das pewag Forsttechnik-Sortiment in unserem Onlineshop an oder kontaktieren Sie direkt unsere pewag Expert:innen.

Mehr entdecken

Home » Forsttechnik

29.07.2026 | Forsttechnik

Forstketten oder Forstbänder? So finden Sie die passende Lösung für Ihr Gelände 

Wenn eine Forstmaschine an einem durch Frost aufgeweichten Hang die Traktion verliert oder auf einem schlammigen Rückeweg bis zur Achse einsinkt, ist die falsche Ausstattung weit mehr als nur ein Ärgernis: Sie kostet Zeit, schädigt den Waldboden und verursacht vermeidbare Kosten. Die Wahl zwischen Forstketten und Forstbändern gehört zu den wichtigsten Ausstattungsentscheidungen für Forstbetriebe – und erhält dennoch oft weniger Aufmerksamkeit als die Wahl der Maschine selbst. 

In diesem Artikel erfahren Sie, welche Faktoren bei dieser Entscheidung berücksichtigt werden sollten:

  • Gelände
  • Bodenbeschaffenheit
  • Jahreszeit
  • Maschinengröße
  • Umweltauflage  
Ein Forstharvester, der mit pewag-Forstketten ausgestattet ist, um Reifenverschleiß zu verringern

Was sind die Unterschiede zwischen Forstketten und Forstbändern? 

Bevor wir die verschiedenen Einsatzbedingungen betrachten, lohnt sich ein genauer Blick darauf, was in diesem Zusammenhang unter Forstketten und Forstbändern zu verstehen ist. Da sie für unterschiedliche Anforderungen, Maschinentypen und spezifische Einsatzbedingungen entwickelt wurden, handelt es sich bei Forstketten und Forstbändern nicht um austauschbares Equipment, sondern um eigenständige Lösungen. 

Forstketten bestehen aus einzelnen Stahlgliedern, die um den Reifen gelegt werden. Zusätzliche Greifelemente (Stollen) erhöhen die Traktion, indem sie sich in den Untergrund eingraben. Gleichzeitig schützen sie den Reifen vor Beschädigungen. Forstketten sind leichter und schneller zu montieren, verursachen geringere Anschaffungskosten und passen auf eine Vielzahl unterschiedlicher Reifengrößen, unabhängig vom Reifenhersteller. Die forstgrip-Produktreihe von pewag wurde beispielsweise speziell für anspruchsvolle Forsteinsätze auf Lehm, Schlamm, Gestein, Felsen und Eis entwickelt und kombiniert TitanGrip-Stahl mit bewährten Greifelementen für mehr Verschleißfestigkeit und Stabilität.  

Forstbänder umschließen hingegen den gesamten Reifen durch quer angeordnete Träger, die für Traktion sorgen und die an den Außenseiten durch ein Gliedsystem geführt werden. Bei den doppelachsigen duo-Bändern entsteht dadurch außerdem eine deutlich größere Aufstandsfläche, wodurch sich der Bodendruck reduziert, und die Traktion, je nach Untergrund, verbessert wird. Sie vereinen die Vorteile von Reifen und Raupenfahrwerken und eignen sich besonders für anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Die bluetrack-Produktreihe von pewag gehört zu dieser Kategorie. Die asymmetrisch auf den Querträgern angeordneten starwave®-Stummel sorgen für noch besseren Grip und maximale Traktion auf unterschiedlichsten und anspruchsvollen Untergründen. 

Die Unterschiede von Forstketten und Forstbändern  

Forstbänder Forstketten
Erhöhen die Stabilität der Maschine  Unabhängig von Reifenmarke und Reifenverschleiß einsetzbar 
In der Regel bessere Traktion auf weichen Böden  Bessere Traktion auf harten Untergründen wie Eis und Fels 
Besserer Schutz des Waldbodens  Passen sich unebenem Gelände besser an 
Ideale Lösung für Bogie-Achsen  Geringere Breite und geringeres Gewicht erleichtern den Transport der Maschine auf der Straße 
Besserer Reifenschutz  Einfachere Reparatur 
In der Regel längere Lebensdauer als Forstketten  Geringerer Kraftstoffverbrauch 
Schonen die Reifen und verlängern deren Lebensdauer  Höherer Fahrkomfort 
Reifen einer Forstmaschine ohne Forstketten oder -bänder, der in sehr tiefem Schlamm feststeckt

Die Physik des Bodenkontakts bei Forsteinsätzen 

Um die richtige Wahl zu treffen, sollten Maschinenführer:innen zwei entscheidende Faktoren verstehen: Traktion (die Fähigkeit, Vortrieb zu erzeugen) und Flotation (die Fähigkeit, ein Einsinken in weichen Untergrund zu verhindern). Das Zusammenspiel dieser beiden Eigenschaften wird maßgeblich durch die Gewichtsverteilung auf der Aufstandsfläche bestimmt. 

Forstketten erhöhen die Traktion durch Greifelemente (Stollen), die sich insbesondere auf harten, vereisten oder felsigen Untergründen im Boden verankern. Dadurch verbessern sie den Vortrieb auch auf unebenem Gelände. Die Aufstandsfläche des Reifens verändert sich jedoch nur geringfügig. Auf weichen oder nassen Böden wirkt das Gewicht der Maschine daher weiterhin auf eine vergleichsweise kleine Fläche, wodurch der Bodendruck hoch bleibt. 

Forstbänder verteilen das Maschinengewicht hingegen auf eine deutlich größere Aufstandsfläche. Dadurch wird der Druck auf den Boden erheblich reduziert. Aus diesem Grund sind insbesondere Bogie- bzw. Duo-Forstbänder die bevorzugte Lösung auf weichen Böden: Sie verhindern ein Einsinken und tiefe Fahrspuren, reduzieren die Bodenverdichtung und minimieren Ausfallzeiten durch festgefahrene Maschinen. 

Grundsätzlich ist die Aufstandsfläche eines Forstbands für Bogie-Achsen deutlich größer als jene einer Forstkette. Die Stabilität der Maschine wird dabei insbesondere beim Transport schwerer Lasten erhöht. Dadurch können auch Einsatzbereiche erschlossen werden, die für Maschinen mit Forstketten nur eingeschränkt oder gar nicht zugänglich wären. Zusätzliche Stabilität entsteht durch das höhere Eigengewicht der Forstbänder, das den Schwerpunkt der Maschine absenkt.

Das Gelände als entscheidender Faktor bei der Wahl zwischen Forstketten und Forstbändern 

Harte, felsige oder gefrorene Böden 

Auf festen Untergründen wie felsigem Gelände, gefrorenen Waldböden oder verdichteten Rückewegen sind Forstketten die bevorzugte Wahl. Sie ermöglichen es dem Reifen, sich flexibel an unebenes Gelände anzupassen, während sich die Greifelemente (Stollen) in Unebenheiten der Oberfläche verankern. Dadurch entsteht die notwendige Traktion, um auch unter hoher Last ein Durchdrehen der Räder zu verhindern. 

Forstbänder bieten zwar unter anderen Einsatzbedingungen deutliche Vorteile, unterliegen auf abrasiven Untergründen jedoch einem höheren Verschleiß. Zudem bringt ihre größere Aufstandsfläche auf tragfähigem Boden nur einen geringen zusätzlichen Nutzen, da der Untergrund das Maschinengewicht bereits ausreichend trägt. Auf harten Böden überzeugen Ketten zusätzlich durch einen spürbar höheren Fahrkomfort gegenüber Forstbändern. 

Auf vereisten oder gefrorenen, schneebedeckten Böden sind Forstketten häufig die bessere Wahl. Die speziell geformten Greifelemente dringen zuverlässig in Eis und harten Schnee ein und sorgen für sicheren Halt, während Forstbänder mit ihrer größeren Aufstandsfläche unter diesen Bedingungen eher zum Rutschen neigen können. Die pewag forstgrip-Produktreihe wurde speziell für anspruchsvolle Einsätze auf Eis, Lehm und Schlamm entwickelt. Für besonders anspruchsvolle Anwendungen auf steinigem oder felsigem Untergrund bietet pewag innerhalb der forstgrip-Serie zudem Ausführungen mit geschmiedeten Komponenten an, die sich durch eine besonders hohe Verschleißfestigkeit und lange Lebensdauer auszeichnen. 

Forstgrip Essential Pro Forstkette von pewag

NEU  forstgrip essential pro – 16-mm-Forstkette mit geschmiedeten Komponenten und neu entwickelten starwave®-Schmiedeteilen für verbesserte Traktion und eine längere Lebensdauer bei anspruchsvollen Anwendungen.

Forstgrip Pro Forstkette von pewag

Verbesserte forstgrip pro – 16-mm-Forstkette mit neu entwickelten starwave®-Schmiedeteilen für verbesserte Traktion und eine längere Lebensdauer. Dank des hohen Anteils an geschmiedeten Komponenten im Laufnetz sowie der dichteren Netzkonstruktion eignet sie sich ideal für anspruchsvolle Einsätze auf steinigem und felsigem Gelände. 

Weiche, schlammige oder nasse Böden 

Auf weichen, moorigen oder nassen Böden spielen Bogie- bzw. Duo-Forstbänder ihre größten Stärken aus. Untergründe wie Moorböden, nasser Lehm oder aufgeweichte Rückegassen stellen Maschinen mit Forstketten vor große Herausforderungen. Die Räder sinken ein, verlieren Traktion und verursachen tiefe Fahrspuren, wodurch jeder weitere Arbeitsgang den Boden zusätzlich belastet. Raupenbänder verteilen das Maschinengewicht auf eine deutlich größere Aufstandsfläche. Dadurch wird das Einsinken reduziert, die Maschine bleibt auch unter schwierigen Bedingungen mobil und die Bodenbeanspruchung wird deutlich verringert. 

Die bluetrack wave-Produktreihe – einschließlich wave und wave wide mit besonders breiten Querträgern – wurde speziell für Einsätze auf weichen und nassen Böden entwickelt. Ihre große Aufstandsfläche maximiert den Auftrieb bzw. die Flotation und sorgt durch das ausgeklügelte Design gleichzeitig für eine optimale Selbstreinigung. 

Ein Forstharvester ist in einem schwedischen Wald im Einsatz und mit pewag-Forstketten ausgestattet

Steile Hänge  

Auf steilen Hängen oder in geneigtem Gelände beeinflussen Stabilität und Traktion maßgeblich die Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Maschine. Besonders bei Fahrten quer zum Hang bieten Forstbänder aufgrund ihrer größeren Aufstandsfläche und des verbesserten Bodenkontakts durch ihre Stollen eine höhere Seitenstabilität als Forstketten. 

Die pewag bluetrack-Produktreihe bietet mit zwei Stollen pro Querträger sowie einem versetzten Design (offset Design) zusätzlichen Grip und erhöht die Stabilität auch unter anspruchsvollen Geländebedingungen. 

Das schwedische System zur Klassifizierung und Bonitierung von Forstgelände trägt diesem Umstand ausdrücklich Rechnung: Fahrten quer zu Hängen mit einer Neigung von mehr als 15° sollten nach Möglichkeit vermieden werden und erfordern, wenn sie unvermeidbar sind, eine sorgfältige Planung. Gerade unter solchen Bedingungen kann jeder zusätzliche Zugewinn an Stabilität entscheidend sein – hier sind Forstbänder Forstketten in der Regel überlegen. 

Forstketten sind hingegen weiterhin eine sehr gute Wahl, wenn Maschinen entlang der Falllinie, also bergauf oder bergab, eingesetzt werden. In diesen Situationen steht vor allem eine hohe Traktion im Vordergrund, während die Seitenstabilität eine geringere Rolle spielt. Zudem verlaufen Arbeiten in sehr steilem Gelände häufig entlang bestehender Rückewege oder Fahrspuren, wodurch eine maximale Flotation meist weniger entscheidend ist. 

Wechselnde Einsatzbedingungen innerhalb eines Arbeitsbereichs 

In der Praxis herrschen bei Forsteinsätzen nur selten einheitliche Bodenverhältnisse. So können beispielsweise innerhalb eines einzigen Arbeitsbereichs gefrorene Böden an schattigen Hanglagen, durchnässte Senken, felsige Abschnitte und weiche organische Böden unmittelbar aufeinanderfolgen. Gerade unter solchen Bedingungen ist die richtige Wahl der Ausstattung ein entscheidender Erfolgsfaktor. 

Viele erfahrene Maschinenführer:innen verfügen sowohl über Forstketten als auch über Forstbänder und wählen je nach Jahreszeit und Einsatzgebiet die passende Lösung. Andere entscheiden sich für eine Lösung, die auf die überwiegend vorherrschenden Bodenverhältnisse abgestimmt ist, und nehmen in weniger häufig auftretenden Einsatzsituationen geringere Leistungseinbußen in Kauf. 

Mit ihrem breiten Produktportfolio bietet pewag für nahezu jede Anforderung die passende Lösung: von der bluetrack essential für leichtere Maschinen und Nachrüstungen über die bluetrack als vielseitige Allround-Lösung bis hin zur bluetrack+-Serie für anspruchsvollere und schwere Anwendungen sowie lange Fahrtstrecken. Diese überzeugt durch hohe Verschleißbeständigkeit, erhöhten Fahrkomfort und maximale Stabilität. 

Schwedens Forstwirtschaft: Eine außergewöhnliche Vielfalt auf engstem Raum 

Schweden eignet sich hervorragend als Fallbeispiel, da die forstwirtschaftlichen Einsatzbedingungen außergewöhnlich anspruchsvoll und vielfältig sind. Rund 70 % der Landesfläche sind von Wäldern bedeckt, wobei produktive Waldflächen den größten Teil der Landnutzung ausmachen. Die boreale Landschaft Schwedens ist geprägt von einer Vielzahl unterschiedlicher Gelände- und Vegetationstypen – von produktiven Nadelwäldern über Moore und Feuchtgebiete bis hin zu felsigen Flächen und subalpinen Regionen.

Die Herausforderung der Geländeklassifizierung  

Die schwedische Forstwirtschaft verfügt über eines der weltweit detailliertesten Systeme zur Klassifizierung von Gelände. Dabei werden unter anderem Bodenverhältnisse, Oberflächenbeschaffenheit und Hangneigung bewertet. Die Tragfähigkeit des Bodens wird maßgeblich von Faktoren wie Bodenart, Feuchtigkeitsgehalt und Vegetation beeinflusst und kann je nach Region erheblich variieren. 

Im Norden Schwedens (Norrbotten, Västerbotten und Jämtland) prägen lange Winter, flachgründige organische Böden auf Felsuntergrund sowie weitläufige Moorlandschaften die Einsatzbedingungen. Im Süden Schwedens dominieren hingegen schwerere Lehmböden, mildere Winter und Bedingungen, die den mitteleuropäischen Forstverhältnissen stärker ähneln. Die zentralen Landesteile weisen wiederum sehr unterschiedliche, saisonabhängige Bodenverhältnisse auf und stellen dadurch hohe Anforderungen an die eingesetzte Technik und die Erfahrung der Maschinenführer:innen. 

Die Herausforderung durch kürzere Frostperioden 

Traditionell wurde ein großer Teil der Holzernte in Schweden – insbesondere im Norden – in den Wintermonaten durchgeführt. Gefrorene Böden boten eine natürliche Tragfähigkeit und ermöglichten den Einsatz schwerer Forstmaschinen auf Flächen, die in den Sommermonaten durch tiefe Fahrspuren und Bodenverdichtungen erheblich beeinträchtigt würden. Über viele Jahre hinweg waren Forstketten die bevorzugte Ausstattung für Forstmaschinen im Winter, da sie auf vereisten und schneebedeckten Untergründen eine zuverlässige Traktion gewährleisteten. 

Diese Rahmenbedingungen verändern sich jedoch zunehmend. Aktuelle Klimaforschung zeigt, dass eine höhere Bodenfeuchtigkeit im Winter und seltener auftretende Frostperioden in einigen Regionen die Tragfähigkeit der Böden bereits spürbar verringern. Gleichzeitig verkürzt sich das Zeitfenster mit dauerhaft gefrorenem Boden – insbesondere in Südschweden. 

Dadurch verlagern sich Forsteinsätze immer häufiger in Übergangszeiten, in denen die Böden weder ausreichend gefroren noch vollständig abgetrocknet sind. Gerade unter diesen schwierigen Bedingungen gewinnt eine hohe Flotation, also die Fähigkeit, das Maschinengewicht auf eine möglichst große Aufstandsfläche zu verteilen und ein Einsinken zu verhindern, zunehmend an Bedeutung.

Ein Forstharvester ist in einem schwedischen Wald im Einsatz und mit pewag-Forstketten ausgestattet

Bodenverdichtung und Umweltauflagen  

Die schwedischen Vorschriften zum Schutz des Waldbodens gehören zu den strengsten in Europa. Besonders die Entstehung von Fahrspuren, Bodenverdichtungen und Schäden in sensiblen Uferbereichen wird genau überwacht. Forstbetriebe sind daher nicht nur verpflichtet, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, sondern stehen auch in der Verantwortung, die Auswirkungen ihrer Arbeiten auf Boden und Umwelt so gering wie möglich zu halten. 

Untersuchungen aus der schwedischen Forstwirtschaft zeigen, dass insbesondere Bodenart, Bodenfeuchtigkeit, Befahrungsintensität sowie der Ausbau und Zustand der Rückewege einen erheblichen Einfluss auf die Entstehung von Fahrspuren haben. 

Forstbänder reduzieren die Fahrspuren im Vergleich zu Forstketten deutlich und gewinnen daher insbesondere bei Einsätzen während nasser Witterungsperioden oder in ökologisch sensiblen Bereichen zunehmend an Bedeutung. Auch bei Arbeiten in der Nähe von Gewässern sind sie häufig die bevorzugte Wahl. Dort gelten strenge Vorgaben zum Schutz von Gewässern und Waldböden, sodass eine möglichst geringe Bodenbeeinträchtigung von zentraler Bedeutung ist.

Saisonale Strategie: Worauf schwedische Forstbetriebe setzen 

In der Praxis verfolgen viele erfahrene schwedische Forstbetriebe eine saisonabhängige Strategie und passen die Ausstattung ihrer Maschinen an die jeweiligen Einsatzbedingungen an: 

Winter (gefrorene Böden, Schnee und Eis): Forstketten – insbesondere die forstgrip pro mit geschmiedeten Komponenten – bieten maximale Traktion auf harten, vereisten Untergründen, bei denen Grip wichtiger ist als eine große Aufstandsfläche.

Frühjahr (Tauperiode) und Herbst (nasse Witterung): Forstbänder – insbesondere bluetrack duo wave – sorgen auf weichen und wassergesättigten Böden für eine hohe Flotation, erhalten die Mobilität der Maschine und reduzieren die Bodenbeanspruchung. 

Sommer (trockene Bedingungen): Auf tragfähigen, trockenen Böden reichen häufig leichte Forstketten oder sogar Reifen ohne zusätzliche Ausstattung aus. Schwerere Systeme kommen vor allem in steilem Gelände oder auf feuchten Bodenabschnitten zum Einsatz. 

Ganzjährig felsiges Gelände: Die forstgrip-Produktreihe mit verschleißfesten Greifelementen eignet sich besonders für abrasive Einsatzbedingungen, bei denen eine hohe Verschleißfestigkeit wichtiger ist als eine maximale Flotation. 

Diese Flexibilität ist nur möglich, weil moderne Forstketten- und Forstbandsysteme direkt im Wald und ohne Spezialwerkzeug montiert bzw. demontiert werden können. Die pewag bluetrack-Produktreihe wurde speziell für eine einfache Montage entwickelt, sodass ein Wechsel zwischen unterschiedlichen Ausstattungen auch während der Saison problemlos möglich ist. 

Maschinengröße und Maschinengewicht als Entscheidungsfaktoren 

Die Wahl zwischen Forstketten und Forstbändern hängt auch von der Größe und dem Gewicht der eingesetzten Maschine ab. Leichtere Forstmaschinen weisen ein anderes Verhältnis von Gewicht zu Aufstandsfläche auf als schwere Rücke- oder Erntemaschinen. Entsprechend unterscheiden sich auch die Anforderungen an die optimale Ausstattung. 

Für leichte bis mittelschwere Maschinen bietet die pewag bluetrack essential-Produktreihe einen kosteneffizienten Einstieg in die Welt der Forstbänder. Mit zwei versetzt angeordneten Stollen pro Querträger und dem charakteristischen starwave®-Profil sorgt sie für eine hohe Traktion und ausgezeichnete Geländegängigkeit – bei gleichzeitig attraktiven Anschaffungskosten. Durch die reduzierte Anzahl an Querträgern wird zudem eine effektive Selbstreinigung erreicht. Dank ihres vergleichsweisen geringen Eigengewichts erleichtert die bluetrack essential außerdem den Straßentransport der Maschinen und eignet sich ideal als Nachrüstlösung für bestehende Fahrzeuge. 

Für schwere Maschinen, insbesondere Forwarder im anspruchsvollen Rückeeinsatz auf steilem, weichem oder wechselndem Gelände, wurde die pewag bluetrack+-Produktreihe entwickelt. Zwei versetzt angeordnete Stollen pro Querträger, die starwave®-Profilgeometrie und hochwertig einsatzgehärtete Verbindungselemente sorgen für eine maximale Lebensdauer und Zuverlässigkeit – selbst unter härtesten Einsatzbedingungen, in denen ungeplante Stillstände keine Option sind. Zusätzliche Querträger erhöhen den Fahrkomfort und verbessern durch das höhere Eigengewicht gleichzeitig die Stabilität der Maschine. Gleichzeitig zeichnet sich die bluetrack+ durch eine besonders lange Lebensdauer aus und trägt so dazu bei, die Gesamtbetriebskosten nachhaltig zu senken. Für bestimmte Querträgertypen ist zusätzlich eine ST-Version (strong) erhältlich. Diese verfügt über nochmals verstärkte Querträger und eignet sich insbesondere für schwerste Maschinen sowie extrem anspruchsvolle Einsatzbedingungen. Verfügbar für pewag bluetrack und pewag bluetrack+. 

Ein praktischer Entscheidungsleitfaden für die Wahl der richtigen Traktionslösung 

Bei der Entscheidung zwischen Forstketten und Forstbändern helfen fünf zentrale Fragen: 

1. Wie hoch ist die Tragfähigkeit des Bodens? Harte, gefrorene oder felsige Böden sprechen für Forstketten. Weiche, nasse oder organische Böden hingegen profitieren von Forstbändern.  

2. Wie sieht das Geländeprofil aus? Bei steilen Querhängen bieten Forstbänder durch ihre höhere Seitenstabilität deutliche Vorteile. Auf mäßig geneigten und tragfähigen Böden sind Forstketten in der Regel die geeignete Wahl.  

3. Zu welcher Jahreszeit findet der Einsatz statt? Auf gefrorenen oder harten Winterböden sorgen Forstketten für optimale Traktion. In feuchten Übergangszeiten, bei tiefem Pulverschnee oder bei Sommereinsätzen auf sensiblen Böden sind Forstbänder die bessere Lösung. 

4. Welche Umweltauflagen sind einzuhalten? Arbeiten in Gewässernähe oder auf empfindlichen Böden erfordern häufig eine möglichst geringe Bodenbeanspruchung. Forstbänder reduzieren Fahrspuren und Bodenverdichtungen und unterstützen so die Einhaltung entsprechender Vorgaben. 

5. Welche Maschinenklasse kommt zum Einsatz? Wählen Sie die Produktreihe entsprechend Maschinengewicht und Einsatzintensität: 

  • bluetrack essential : Für leichtere Maschinen und Nachrüstungen.
  • bluetrack: Die vielseitige Allround-Lösung für unterschiedlichste Einsatzbedingungen.  
  • bluetrack+: Für schwere Maschinen und besonders anspruchsvolle Einsätze.  

Die Gesamtbetriebskosten im Blick

Forstbänder erfordern anfänglich eine höhere Investition als Forstketten. Für eine fundierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten jedoch nicht nur die Anschaffungskosten, sondern die gesamten Betriebskosten berücksichtigt werden. 

Forstbänder verlängern die Lebensdauer der Reifen, da sie diese vor direktem Bodenkontakt schützen und den schlupfbedingten Verschleiß reduzieren. Durch die optimierte Anpassung der bluetrack duo-Forstbänder an die Reifenkontur wird zudem das Einsinken der Maschine minimiert. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und steigert gleichzeitig die Produktivität bei der Holzrückung. Darüber hinaus sind Forstbänder materialschonender für die Reifen als Forstketten. 

Ein weiterer Vorteil ist die geringere Bodenbeanspruchung. Weniger Fahrspuren bedeuten geringere Kosten für die Wiederherstellung von Rückewegen sowie ein reduziertes Risiko, gegen Umweltauflagen zu verstoßen. Verhindern Forstbänder darüber hinaus das Festfahren einer Maschine – und damit stundenlange Ausfallzeiten oder kostspielige Bergeeinsätze –, relativiert sich die höhere Anfangsinvestition schnell.

Fazit: Zuerst das Gelände, dann das Produkt  

Erfahrene Forstbetriebe wissen, dass die Wahl der richtigen Traktionslösung keine einmalige Entscheidung ist. Sie richtet sich nach den jeweiligen Einsatzbedingungen und sollte je nach Jahreszeit, Gelände und Bodenverhältnissen regelmäßig neu bewertet werden. 

Forstketten sind die optimale Wahl auf harten, gefrorenen, felsigen oder vereisten Untergründen, bei denen maximale Traktion gefragt ist. Forstbänder spielen ihre Stärken auf weichen, nassen, moorigen oder besonders sensiblen Böden aus, wo Flotation und Bodenschutz im Vordergrund stehen. Viele professionelle Forstbetriebe setzen deshalb beide Systeme ein und wählen je nach Einsatzbedingungen die passende Lösung. 

Mit einem umfangreichen Produktportfolio im Bereich der Forsttechnik – von forstgrip essential und den forstgrip-Forstketten über bluetrack essential und bluetrack bis hin zur Premium-Serie bluetrack+ – bietet pewag für unterschiedlichste Anforderungen die passende Lösung. Ziel ist es, höchste Leistungsfähigkeit, lange Lebensdauer sowie den Schutz von Maschine und Boden miteinander zu verbinden. 

Für jedes Gelände gibt es die passende Lösung – entscheidend ist, die richtige Wahl zu treffen. 


Sie möchten mehr erfahren? 
Für Informationen zu Produktspezifikationen, der passenden Dimensionierung sowie zur Auswahl der optimalen Forstketten oder Forstbänder für Ihre Maschine und Ihre Einsatzbedingungen kontaktieren Sie gerne unsere pewag-Expert:innen. Entdecken Sie außerdem unser Sortiment an Forstketten und Forstbändern auf unserer Website. 

Mehr entdecken