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| Benutzerinformation zum Gebrauch, zur Lagerung, zur Prüfung und Instandhaltung von pewag Zurrmitteln - Seite 4 |
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5.2. Allgemeine Informationen
5.2.1. Zurrpunkte
Zurrpunkte so wählen, daß die Winkel der Zurrmittel im Bereich der Angaben unserer Hilfstabellen liegen und die Zurrmittel symmetrisch zur Fahrtrichtung angeordnet sind. Verwenden Sie nur Zurrpunkte mit ausreichender Festigkeit. Abweichungen davon sind nur nach Rücksprache mit unserem technischen Service erlaubt.
5.2.2. Auswahl
Bei der Auswahl von Zurrmittel muß die erforderliche Zurrart und die zu verzurrende Ladung berücksichtigt werden. Größe, Form und Gewicht der Ladung bestimmen die richtige Auswahl, aber auch die beabsichtigte Verwendungsart (Niederzurren, Direktzurren, ...) und die Transportumgebung (zusätzliche Hilfsmittel, Zurrpunkte, ...).
Wir empfehlen für das Niederzurren aufgrund des geringen Gewichtes und der höheren Dehnung, vorzugsweise Zurrgurte zu verwenden. Zum Niederzurren wählen Sie nur solche Zurrmittel, bei denen am Etikett, Anhänger ein STF Wert angegeben ist.
Für das Direktzurren sollten aufgrund der hohen zul. Zugkraft und der geringen Dehnung Zurrketten verwendet werden.
Um möglichst wenig Zurrmittel verwenden zu müssen, empfehlen wir Ihnen, wenn möglich, – insbesondere bei schwerer Ladung – Direktzurren als Sicherungsmethode.
Die Anzahl der Zurrmittel ist gemäß EN12195-1 zu berechnen. Für gängige Zurrmethoden wurden die Anforderungen dieser Norm für pewag Zurrmittel zu einfachen Auswahltabellen in diesem Katalog zusammengefasst. Für genaue Informationen dazu siehe Seite 27.
Aus Stabilitätsgründen müssen mindestens zwei Zurrmittel zum Niederzurren und zwei Paare Zurrmittel beim Diagonalzurren verwendet werden.
Das ausgewählte Zurrmittel muß für den Verwendungszweck sowohl stark als auch lang genug sein. Entscheiden Sie sich bei der Auswahl im Zweifelsfall für mehr Sicherheit, damit die Zurrmittel nicht überlastet werden.
Die Verbindungsteile der Zurrmittel (Haken, Ringe) müssen im Zurrpunkt frei beweglich sein und sich in Zugrichtung ausrichten können. Biegebeanspruchung bei Zubehörteilen sowie die Belastung der Hakenspitze sind nicht zulässig. Haken müssen im Hakengrund belastet werden.
Wegen unterschiedlichen Verhaltens und Längenänderung verschiedener Zurrmittel unter Belastung (z.B. Zurrketten und Zurrgurte aus Chemiefasern), verwenden Sie entweder nur Zurrketten oder nur Zurrgurte für das Verzurren einer Ladung. Erforderlichenfalls kontaktieren Sie unseren technischen Service.
5.2.3. Anwendung
Es ist immer gute Zurrpraxis zu berücksichtigen: Die Zurrung sowie das Öffnen der Zurrketten sind vor dem Beginn der Zurrung zu planen. Für längere Fahrten sind eventuell Teilentladungen zu berücksichtigen. Während des Be- und Entladens muss auf tiefhängende Oberleitungen geachtet werden. Vor Beginn der Verzurrung sind eventuell vorhandene Anschlagmittel zu entfernen.
Die maximale Handkraft von 50 daN beim Spannen der Spannmittel darf nur mit der Hand aufge-bracht werden. Es dürfen keine mechanischen Hilfsmittel wie Stangen oder Hebel etc. verwendet werden.
Verwenden Sie ausreichend Kanten- bzw. Gurtscheuerschutz. Beachten Sie, dass infolge des Fahrtwindes Gurtbänder leicht schwingen und dadurch scheuern.
Während des Transportes ist die Spannung im Zurrmittel wiederholt zu überprüfen. Insbesondere bei Zurrgurten kann durch steigende Temperatur die Spannung im Gurt abnehmen.
Vor dem Öffnen muß man sich vergewissern, daß die Ladung auch ohne Sicherung noch sicher steht und die Abladenden nicht durch Herunterfallen/Umfallen gefährdet sind. Falls nötig, sind die für den weiteren Transport vorgesehenen Anschlagmittel bereits vorher an der Ladung anzubringen, um ein Herunter-fallen/Umfallen zu verhindern.
Vor dem Abladen müssen die Zurrketten soweit gelöst sein, daß die Last frei steht. Ein Verhängen in der Zurrkette beim Entladen muss ausgeschlossen werden.
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