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 Anschlagmittel G10 WINNER
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Einschränkungen in der Benutzung Druckversion
Einschränkungen in der Benutzung wegen ungünstiger Umgebungseinflüsse bzw. gefährdende Bedingungen (siehe Verringerung der Tragfähigkeit)

Einflüsse durch Temperatur

Die Verringerung der Tragfähigkeit bei hohen Temperaturen gilt nur, bis die Kette bzw. Anschlagteile wieder Raumtemperatur erreicht haben. pewag Anschlagmittel dürfen nicht außerhalb des angeführten Temperaturbereiches eingesetzt werden. Andernfalls außer Betrieb nehmen.

Einflüsse durch Säuren/Laugen und Chemikalien

pewag Anschlagmittel weder in Säuren/Laugen benutzen noch deren Dämpfen aussetzen. Achtung: Gewisse Produktionsverfahren setzen Säuren bzw. Dämpfe frei.

pewag Anschlagmittel in hochkonzentrierten Chemikalien in Verbindung mit hohen Temperaturen nur nach ausdrücklicher Genehmigung einsetzen.

Gefährdende Bedingungen

Die Tragfähigkeitseinstufung in diesem Katalog geht davon aus, dass keine besonders gefährdenden Bedingungen vorliegen. Dies sind z.B. Offshore Einsätze, das Heben von Personen und das Heben von potentiell gefährdenden Lasten, wie flüssige Metalle, ätzende Stoffe oder kerntechnisches Material. In solchen Fällen ist der Grad der Gefährdung durch einen Sachkundigen abzuschätzen und die Tragfähigkeit entsprechend anzupassen.

Prüfungen

Vor dem ersten Gebrauch eines Anschlagmittels sollte sichergestellt werden, dass:
  • die Anschlagkette genau der Bestellung entspricht;
  • das Prüfzeugnis bzw. die Werksbescheinigung vorliegt;
  • die Kennzeichnungs- und die Tragfähigkeitsangaben auf der Anschlagkette mit den Angaben auf dem Prüfzeugnis bzw. der Werksbescheinigung übereinstimmen;
  • ggf. alle Einzelheiten über die Anschlagkette in eine Kettenkartei übertragen wurden.
  • diese Anleitung für den richtigen Gebrauch von Anschlagketten vorliegt und vom Personal gelesen und verstanden wurde.


Anschlagmittel vor jedem Gebrauch auf offensichtliche Schäden oder Abnutzungserscheinungen prüfen. In jedem Zweifelsfalle bzw. bei Vorliegen von Schäden die Anschlagmittel außer Betrieb nehmen und durch eine sachkundige Person prüfen lassen. Eine Überprüfung durch eine sachkundige Person nach nationalen Vorschriften - mindestens jedoch alle 12 Monate - durchführen lassen. Je nach Einsatz kann dieser Zeitraum kürzer sein; z.B. bei häufig voller Belastung der Anschlagkette.

Nach außergewöhnlichen Ereignissen, die eine Beeinträchtigung der Anschlagkette zur Folge haben können, ist die Anschlagkette durch eine sachkundige Person zu überprüfen (z.B. unkontrollierte Hitzeeinwirkung). Mindestens alle 2 Jahre ist die Anschlagkette einer Belastungsprüfung mit dem 1,5fachen Wert der Tragfähigkeit mit anschließender visueller Kontrolle, oder einer anderen Rissprüfung, zu unterziehen.

 
 
Maßbild
Bild vergrössernAbb. 1: Maßbild
Maßbild
Bild vergrössernAbb. 2: Maßbild

 
 
  <b>Maximal zulässige Maßänderung:</b>  
Benennung Maß Änderung
Kette d m - 10%
Kette t + 5%
Ringe d - 15%
Ringe t + 10%
Haken *) e + 5%
Haken *) d2 und h - 10%
Haken *) g + 10%
CW Hälften beweglich nein
CW e + 5%
CW c - 10%
BWW, GWH e + 5%
BWW, GWH d1 +5%
BWW, GWH d -15%
BWW, GWH Winkel ≥90°
BWW, GHW Winkel ≤ 3°
Sch, GSch, U Bolzen beweglich nein
Sch, GSch, U e + 5%
Sch, GSch, U d, d1, d2 und M - 10%
SM e + 5%
SM g + 10%
SM d - 10%
BA d2 - 10%
FA d1 - 10%
Kuppel- u. Connexbolzen d - 10%
Alle Maße in mm
  * HSW, LHW, WS, FW, PW, X, DF, KHSW, KLHW, KFW, KPW, KVS, XKW, KOW, KAW, KRW  

 
 
*HSW, LHW, WS, FW, PW, X, DF, KHSW, KLHW, KFW, KPW, KVS, XKW, KOW, KAW, KRW


Ausscheidekriterien für die visuelle Kontrolle
  • Bruch eines Teiles
  • Fehlende oder unleserliche Kennzeichnung der Anschlagkette, d.h. Angaben über Identitätsnachweis und/oder Tragfähigkeit. Verformung von Aufhänge-, Anschlagteilen oder der Kette selbst.
  • Dehnung der Kette. Die Kette ist auszuscheiden wenn
    t > 1,05 tn
  • Verschleiß. Er wird bestimmt aus dem Mittelwert von zwei rechtwinkelig zueinander durchgeführten Messungen der Durchmesser d1 und d2 (siehe Bild). Die Kette ist auszuscheiden bei
    d1 + d2 <= 0,9 dn
    2
  • Schnitte, Kerben, Rillen, Anrisse, übermäßige Korrosion, Verfärbung durch Wärme, Anzeichen nachträglicher Schweißung, verbogene oder verdrehte Glieder oder andere Fehler.
  • Risse: Ketten mit Querrissen, die mit dem bloßen Auge erkennbar sind, sind ablegereif.
  • Fehlen bzw. funktionsuntüchtige Sicherung sowie Anzeichen einer Aufteilung von Haken, d.h. merkliche Vergrößerung der Maulöffnung oder andere Formen einer Verformung. Die Vergrößerung der Maulöffnung darf 10% des Nennwertes nicht übersteigen.

Instandsetzung

Instandsetzung an pewag Anschlagmitteln dürfen nur durch eine sachkundige Person erfolgen.

Dokumentation

Aufzeichnungen der Überprüfungen, insbesondere deren Ergebnisse, sowie über die Instandsetzung sind über die gesamte Nutzungsdauer der Anschlagkette aufzubewahren.

Lagerung

pewag Anschlagketten sollten gereinigt, getrocknet und gegen Korrosion geschützt, z.B. leicht eingeölt gelagert werden.

 
 
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